Hochzeit mit Streublumenregen – Streublumen Tüten selber machen

Wer hat eigentlich gesagt, dass Blumenstreuen nur was für junge Blumenmädchen ist? Ehrlich gesagt bin ich dagegen, dass dieser Spaß ausschließlich den kleinen Mädchen vorbehalten bleibt. Seien wir doch mal ehrlich: in jedem von uns kommt doch eine herrliche kindliche Freude auf, wenn man mal für einen Moment ganz offiziell völlig unvernünftig – ja nun, und vielleicht auch kein klein wenig verschwenderisch – sein kann und einen Schwung Blütenblätter in die Luft wirft. Und was für ein schöner Moment, wenn das Brautpaar im Blütenregen durch die Passage von Gästen läuft und mit Glück und Schönem überschüttet wird (übrigens: ein fantastischer Fotomoment!).

Traditionell gehen die Blumenmädchen beim Auszug des Brautpaares aus der Kirche vorweg und streuen aus ihrem Körbchen die Streublumen auf den Weg, den das Brautpaar beschreiten wird. Dazu wird oftmals von den Gästen Reis geworfen. Ich finde jedoch, dass nichts dagegen spricht diese Traditionen ein bisschen aufzulockern.

Hierfür sollte man Blütenblätter für alle Gäste bereithalten. Als schöne, kostengünstige Möglichkeit bieten sich kleine, selbst gebastelte Tüten an. Wie schnell und einfach diese gemacht sind zeige ich Ihnen nun.

 

Sie benötigen:

  • Papier in etwa A5-Format (z. B. leicht vergilbte Seiten eines alten Buches, Notenpapier, Geschenkpapier, geschöpftes Papier, …)
  • Drei kurze Klebestreifen je Tüte (alternativ: Klebestift oder Washi-Tape)
  • Streublumen (je Tüte ca. ein Volumen von einem halben Liter)

 

Schritt für Schritt-Anleitung Streublumentüten basteln:

1. Bereiten Sie das Papier vor und schneiden Sie es ggf. in eine passende Größe. Da jeder Gast nur ein paar Blütenblätter benötigt, sollten die Tüten nicht zu groß sein, max. A5 Format reicht hierbei völlig aus. Dabei müssen die Ränder nicht akribisch gerade abgeschnitten sein, ich finde, dass gerissene Ränder (v. a. bei Buchseiten) durchaus ihren Charme haben.

 

2. Drehen Sie das Papier so ein, dass eine Tütenform entsteht.

 

3. Dabei darauf achten, dass die oberen Ränder möglichst exakt übereinander liegen.

 

4. Kleben Sie im Inneren der so entstandenen Tüte einen Klebestreifen, so dass die Tüte nicht wieder ganz auseinander rollen kann.

 

5. Lassen Sie das Papier los und kleben Sie auf die beiden übrig gebliebenen Kanten einen eingerollten Klebestreifen (klebende Seite nach außen).

 

6. Formen Sie nun das gesamte Papier wieder in Tütenform und drücken die Kanten mit den Klebestreifen fest an. Von außen sieht man so nur Papier, die Klebestreifen sind nicht sichtbar. Wenn Sie Washi-Tape verwenden, dann können Sie dieses natürlich als dekoratives Element sichtbar einsetzen.

Die Tütchen können dann in ein Gefäß (z. B. in einen Korb oder eine große Schale) gestellt werden und mit Streublumen gefüllt werden. Die Gäste nehmen sich dann die Tütchen und der gesamte Inhalt wird beim Schreiten des Brautpaares komplett (Tüte natürlich festhalten) in die Luft geworfen.

Sie möchten den Blumenmädchen nicht die Freude des Streuens nehmen? Sagt ja niemand, dass das eine das andere ausschließt. Die Blumenmädchen können ja dennoch vorweg gehen und den Weg bestreuen – aber vielleicht haben sie ja auch viel mehr Lust am Blütenwerfen?

4 Kommentare zu “Hochzeit mit Streublumenregen – Streublumen Tüten selber machen

  1. Kreative Idee und gute Anleitung 🙂 ist auf jeden fall eine günstige alternative!

  2. Hallo,
    zunächst erst einmal vielen Dank für die Anleitung!
    weißt du noch wie viele Rosenblätter man im etwa benötigt?

    LG

    • Mirjam Horstmann

      Mirjam Horstmann am :

      Liebe Sophie, danke für deinen Kommentar! Für ein Tütchen benötigt man ungefähr die Rosenblätter von 2-3 großen Blütenköpfen, bei kleineren Rosenblüten entsprechend mehr.

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